ProjektpartnerInnen:Bewohner und SozialarbeiterInnen des Hartlauerhof Asten – eine Einrichtung der Caritas OÖ für wohnungslose Männer–
Leitung Ulrich Volmer
SchülerInnen der VS 52 solarCity
Ruth Weinberger-Mauhart
SchülerInnen der 1B AHS solarCity
Monika Hörtenhuber und Manfred Wiesinger
Künstlerische Leitung:
Reinhard Jordan
Bibi Weber
Für den durchschnittlichen Österreicher ist eine Existenz in wirtschaftlich, sozial, gesundheitlich und familiär relativ gesicherten Verhältnissen alltäglicher Normalzustand. So wohl auch für die überwiegend jungen Familien, wohnhaft in der solarCity.
Gleichzeitig sind da Menschen, die von einem ganz anderen Leben erzählen, einem Leben, das gar nicht so weit weg passiert, eigentlich gleich nebenan. Es sind Menschen aus Fleisch und Blut, wie du und ich, zum Anfassen, Fragen und Zuhören, Zupacken und gemeinsamen Tun.
Diese Menschen haben etwas zu erzählen - und das tun sie auch! Sie erzählen jungen SchülerInnen von kleinen, größeren und großen Katastrophen des Alltags und des ganz persönlichen Lebens. Sie erzählen, wie man leben kann, überleben, nach dem Glück, nach der Katastrophe…auf der Suche nach dem neuen Glück, tagtäglich.
Normalzustand…
In einer Reihe verschiedener Workshops, die in der Schule, am Hartlauerhof und im Ausstellungsraum auf dem Lunaplatz stattfanden, gab es Begegnungen zwischen SchülerInnen der solarCity und Bewohnern des Hartlauerhofs Asten, einer Einrichtung für wohnungslose Männer der Caritas OÖ. Ziel war es, gemeinsam ein Stück des Weges zu gehen, Berührungsängste abzubauen und Grenzlinien im Kopf jedes einzelnen zu verschieben.
Biografischer Workshop
Die teilnehmenden Bewohner des Hartlauerhofs wurden in Gesprächen mit ihren SozialarbeiterInnen auf das Erzählen ihrer Lebensgeschichte vorbereitet: Dies im Sinne einer Persönlichkeitsbildung, sich eigene Qualitäten bewusst zu machen und zu stärken. Kindheit und Jugend der Teilnehmer standen dabei in einem besonderen Focus.
Poetische Bilder
Die biografische Arbeit mündete in die Umsetzung der poetischen Bilder: Materialcollagen und Bildnerische Objekte, gebaut von den Bewohnern des Hartlauerhofs, entstanden. Objekte und Bilder nehmen Bezug auf prägende Ereignisse, Stimmungen oder Situationen im Leben der Bewohner und standen im Mittelpunkt einer ersten Begegnung mit SchülerInnen der solarCity. Die Betrachtung und Erläuterung der Arbeiten war Einstiegshilfe für ein Gespräch über die eigene Lebenssituation und Geschichte.
BegegnungEine erste Begegnung zwischen Bewohnern des Hartlauerhofs, einer Einrichtung der Caritas OÖ. für wohnungslose Männer in Asten und SchülerInnen der VS/AHS Solar City. In Begleitung von LehrerInnen und KünstlerInnen wurden die Arbeiten der Hartlauerhof-Bewohner betrachtet, besprochen und Fragen gestellt.
Workshops
An jeweils 2 Vormittagen besuchten die SchülerInnen der VS/AHS den Hartlauerhof , um die derzeitige Lebenssituation der Bewohner kennen zu lernen und ein Stück weit mit zu leben. Daneben stand das gemeinsame Arbeiten an einem gemeinsamen Ziel: In Teams von SchülerInnen, Hartlauerhof-Bewohnern, SozialarbeiterInnen und KünstlerInnen wurden mehrere Dummies in Lebensgröße gebaut. Die fertigen Dummies gehen während der Festivalzeit auf Wohnungssuche…
Ausstellung „Die andere Seite“
Hier werden die Arbeiten der SchülerInnen und Hartlauerhof-Bewohner präsentiert.
Dummy auf Wohnungssuche…
Im Rahmen der Festivaldauer suchen die Dummies bis 29. Mai 2009 eine Mit-Wohngelegenheit. BewohnerInnen der Solar City können für jeweils 2 Tage den etwas eigenwilligen Mitbewohner zu sich in die Wohnung einladen und Zeit mit ihm verbringen. Um diese Aktion zu dokumentieren, sind die „Leihfamilien“ aufgefordert, Fotos mit dem Dummy - in allen Lebenslagen - zu machen. Die Fotos werden anschließend in digitalen Bilderrahmen verschiedener Geschäftsauslagen auf dem Lunaplatz gezeigt. Als Abschluss dieser Aktion gibt es einen Umzug vom Lunaplatz in die Schule.